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Dezember, 2009

Internet Kindersicherung mit OpenDNS

Mi 30 Dez. 09 # Permalink

Das jüngste Mitglied (10) unserer Patchwork Familie hat ja seinen eigenen PC und neuerdings auch eine WLan Karte. Damit wir oder einer der Geschwister nicht immer daneben stehen müssen, wenn der Kleine seine Computer-Stunde wahrnimmt, habe ich seit längerem eine Möglichkeit gesucht das Internet auf diesem PC zu beschränken, so dass der ganze Müll den es im Internet so gibt nicht erreichbar ist. Da ich aber auch kein teures Zusatzprogramm installieren wollte, entschloss ich mich am Kern dieses seltsamen Dings Namens “Internet” anzusetzen: Am DNS Server. Weiterlesen…

Twempy der Twitter Bot: Source Code Release 0.4a

Mi 30 Dez. 09 # Permalink

Die aktuelle Version des Twempy Bots behebt zwei kleinere Bugs und bringt eine verbesserte Tweet-Routine mit sich. In der Vergangenheit fand ich es immer störend, dass Twempy manchmal zu unmöglichen Zeiten – meistens genau um Mittag rum – Sachen wie “ich gehe jetzt schlafen” oder ähnlich unpassendes twitterte. Deswegen wird beim Sammeln von Tweets nun die Uhrzeit mitgespeichert. So ist es möglich, dass Twempy nur zur Tageszeit – innerhalb eines Zeitfernsters von zwei Stunden – passende Tweets absetzt. Dies macht die Tweets des Bots wesentlich glaubhafter.

Die zwei Bugs die behoben wurden, verbessern die Qualität der Antworten, dafür muss allerdings die Konfiguration angepasst werden. Am besten den Wortfilter und die Einstellungen aus der neuen Datei nochmal in die veraltete Datei kopieren, dann müsste es passen. Zudem sollte das Problem, dass Twempy manchmal rumspamt ebenfalls behoben sein – ich musste um einen Bug in der Twitter API herumprogrammieren.

Wichtig: Die SQL Struktur einer Tabelle hat sich geändert, ein Patch von 0.3a auf 0.4a liegt bei und auch eine neuer Komplettabzug meiner Datenbank ist im neuen Archiv enthalten.

Und hier die aktuellen Quellen: http://www.codemonster.de/source/twempy_0.4a.rar (Lizenz: GPLv3)

Viel Spaß!

Empfehlung: typeface.js – TTF und OTF Schriften im Browser verwenden

Di 29 Dez. 09 # Permalink

Ich habe die letzten zwei Tage für ein Kundenprojekt ein Screendesign in XHTML und CSS umgesetzt. Wichtiger Wunsch des Kunden war dabei, dass die extra für den Kunden entworfene Hausschrift Verwendung in der Webseite findet. Und das nicht zu knapp: Überschriften und vorallem das Menü sollte in der Schriftart “RKM Headline” ausgegeben werden.

Um TrueType/OpenType Schriften in eine Webseite zu integrieren, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Einmal wäre da sIFR, was ich aber nicht verwenden wollte, da ich Flash eher mit Abneigung gegenüberstehe und es zudem Probleme mit AdBlockern geben kann. Die nächste Möglichkeit wäre gewesen, es mit CSS3 zu lösen, was aber ebenfalls ausschied, da dies von zu wenig Browsern unterstützt wird.

Nach ein wenig Recherche fand ich allerdings eine mir zusagende Lösung: typeface.js – ein kleines JavaScript, dass mittels SVG/VML die als TTF oder OTF gelieferte Schriftart im Browser verfügbar macht. Weiterlesen…

Twempy der Twitter Bot: Source Code Release 0.3a

Mo 28 Dez. 09 # Permalink

Da die Datenbasis von Twempy nun durchaus Formen angenommen hat, mit der ich einige Tests bezüglich der Qualität der Antworten durchführen konnte, habe ich der ersten Version der Antwort-Suchfunktion nun eine verbesserte Funktion vorgeschaltet.

Die verbesserte Funktion berücksichtigt nun auch die Wortlängen und blendet mögliche Antworten, mit zu vielen Treffern bei kurzen Wörten aus, wenn eine bessere Antwort gefunden werden kann. Sollte die Funktion allerdings nichts passendes finden, dann wird wieder auf die alte unscharfe Funktion zurückgegriffen.

Und hier gibt es die aktuellen Quellen zum Download: http://www.codemonster.de/source/twempy_0.3a.rar (Lizenz: GPLv3)

Neu ist übrigens auch ein Ein- und Ausschaltbarer Debug Modus.

Warum ich meinen Beruf liebe und manchmal doch hasse

Mi 23 Dez. 09 # Permalink

Ich mag es ein Programmierer zu sein, als Elektronen-Architekt an der digitalen Welt mitzubauen und im Metaverse meine Spuren zu hinterlassen. Ob es nun Text-Beiträge in meinen Blog sind, Plugins für WordPress, Code-Spielereien, oder eGovernment Web-Applikationen, womit ich meinen Lebensunterhalt verdiene. Es ist spannend die Entwicklung neuer Technologien zu beobachten und diese in seine eigene Arbeit einfließen zu lassen, permanent gefordert zu sein sich selbst Neues anzueignen, um die Weiterentwicklung mit zu gestalten. Das kommt meinem Geist sehr entgegen, der wissbegierig und neugierig und schnell gelangweilt ist, wenn er nicht beschäftigt wird. Zwar gibt es auch Phasen, in der er sich gerne der sinnlosen Zeitverschwendung widmet, aber selbst diese wird mit Herausforderungen ausgestaltet.

Trotzdem ist mein Berufsleben nicht immer befriedigend, denn alles Digitale unterliegt einem grundsätzlichen Problem. Digitale Informationen sind uns nah und zugleich physikalisch entfremdet, sie sind nicht greifbar und trotzdem da – immateriell. Wenn ich Schreiner wäre, oder Architekt, hätte mein Schaffen einen realen Höhepunkt indem am Ende etwas vor mit steht, dass ich berühren und erfühlen kann. Andere Menschen könnten den Stuhl oder das Haus sehen und nachvollziehen, wie es gefertigt wurde.

Die Schönheit von Software hingegen ist nur für diejenigen begreifbar, die ebenfalls Software schreiben. Da im Arbeitsleben selbst wir Programmierer hin und wieder ein Schulterklopfen brauchen – auch wir haben ein mehr oder minder ausgeprägtes Geltungsbedürfnis – kann dies praktisch nur von anderen Wissenden erfolgen. Vielleicht gibt es deswegen viele Blogs zu diesem Thema. Natürlich kann der Kunde sagen, dass ein bestimmtes Detail einer Anwendung schön gelöst ist, aber das ist etwas anderes, denn der Kunde versteht nicht, wie genial das in einer wunderschönen Funktion im Source-Code umgesetzt wurde. Code is poetry – aber eben nur für Programmierer. Für alle Außenstehenden, nicht Wissenden stellt Quellcode ein unverständliches Kauderwelsch dar.

Vielleicht schraube ich deswegen so gerne an Motorrädern herum. Das Ergebnis ist real. Aber was ist schon real…?