WordPress, PHP, JavaScript, Web 2.0, Gaming, Fotografie, Piratenpartei, Schießsport, Privates

Februar, 2010

Nerd mobile phone inc

Fr 26 Feb. 10 # Permalink

Yeah, ich hab’s getan, ich habe mich dazu durchgerungen meinen Debitel Vertrag endlich zu kündigen und zu O2 zu wechseln. Mein neues Mobiltelefon wird ein Motorola Milestone mit ANDROID 2.0 Betriebssystem. Ich bin zwar kein Google Fanboy, aber die Politik, die Apple mit seinem iPhone betreibt, sagt mir noch weniger zu. Es ist doch ein wenig lächerlich, das ein Gerät wie das iPhone kein Multitasking beherrscht und der Benutzer gezwungen wird die Apps aus dem Appstore zu laden. Da ist das Milestone wesentlich freier und das gefällt mir.

Optimal bei dem O2 Angebot war auch, dass die Internetflatrate für das Mobiltelefon kostenlos ist, da ich bereits einen O2 Surfstick habe. Die fixen Kosten für das Milestone mit O2o Vertrag belaufen sich damit auf 20 € und da ich nicht viel telefoniere ist das optimal für mich. Durch den O2o Kosten-Airbag, der bei mir bei 40 € greift komme ich so maximal auf 60 € im Monat, wenn ich Gesprächs- oder SMS-Kosten voll ausschöpfe – was ich allerdings nicht mache.

Zum Milestone selbst kann ich noch nicht viel sagen, aber ich bin sehr gespannt. Es gibt schon ziemliche coole Apps für das ANDROID Betriebssystem, zum Beispiel so nerdige Sachen wie einen Web- und einen FTP-Server. Auch Doom und Quake 3 wurden bereits auf das Android portiert. Nützliches gibt’s natürlich auch. ;-)

Morgen müsste das Telefon geliefert werden. Meine Erfahrungen werde ich dann hier veröffentlichen.

Entwurf zur Neufassung des JMStV, oder: Willkommen im Intranet Deutschland

Do 18 Feb. 10 # Permalink

Wordle: JMStV Wordle

Derzeit wird von verschiedenen Stellen die Neufassung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags diskutiert. Leider sind die treibenden Kräfte (z.B. die KJM) hinter dem JMStV-Entwurf scheinbar nur wenig medienkompetent, denn der Entwurf umfasst – kurz gesagt – Zensurmaßnahmen weit jenseits des Zugangserschwerungsgesetzes von Frau von der Leyen.

Der Entwurf zur Neufassung enthält folgendes:

  1. Sowohl Access-Provider (ISP), Hosting-Anbieter als auch Inhalte-Anbieter werden gleich behandelt und sind für die Inhalte ihrer Kunden verantwortlich.
  2. Zugangs-Anbieter müssen alle ausländischen Seiten blocken, die sich nicht an die deutschen Jugendschutzbestimmungen halten. Das bedeutet den Aufbau einer Zensur-Infrastruktur, auf die man selbst in China neidisch werden würde.
  3. Jeder Inhalte-Anbieter (Foren-Betreiber, Blogger, …) muss nachweisen, dass er Inhalte zeitnah entfernt, “die geeignet sind, die Entwicklung von jüngeren Personen zu beeinträchtigen”. Das ist eine Verpflichtung zur Selbstzensur.
  4. Inhalte werden ähnlich wie Kinofilme und Spiele eingestuft in “ab 0 Jahre”, “ab 6 Jahre”, “ab 12 Jahre”, “ab 16 Jahre”, “ab 18 Jahre”.
  5. Jeder Anbieter muss sicherstellen, dass Kindern und Jugendlichen nur Inhalte der entsprechenden Altersstufe zugänglich gemacht werden. Dazu kann er alternativ
    1. ein Altersverifikationsverfahren, das von der KJM zugelassen wurde, verwenden,
    2. die Inhalte nur zu bestimmten Uhrzeiten anbieten (z.B. zwischen 22 und 6 Uhr),
    3. alle Inhalte mit entsprechenden Altersfreigaben kennzeichnen.
  6. Einschränkungen beim Zugang zu schwer jugendgefährdenden Inhalten bleiben davon unberührt (Porn, etc…).

Jugendschutz ist wichtig, auch im Internet. Allerdings darf die Politik hier nicht den grundlegenden Fehler machen und das Internet mit dem Medium Rundfunk gleichsetzen. Das Internet hat als globales und weltumspannendes Netzwerk keine Sendezeit wie ein Fernseher oder ein Radio. Das Internet “sendet” rund um die Uhr in alle Teile der Welt. Um Jugendschutz nach dem Vorbild Fernsehen/Rundfunk zu erreichen, müssten wir das deutsche Internet vom Rest des Netzes entkoppeln und ein “Intranet Deutschland” einführen. China lässt grüßen. Und technisch gesehen sendet das Internet nicht einmal, sondern es stellt Inhalte auf Anfrage bereit. Die Prinzipien von Internet und Rundfunk sind demnach grundverschieden, doch scheinbar wird dies nicht erkannt, wie der Entwurf zur Neufassung der JMStV deutlich zeigt.

Die vielen Forenbetreiber und Blogger würden durch eine wie oben beschriebene Regelung zudem in eine massive Rechtsunsicherheit gedrängt, denn Privatpersonen ist es durch mangelnde Kenntnis nicht möglich zu beurteilen, wie die eigene Webseite eingestuft werden soll. Weiterhin sind Forenbetreiber und Blogger verpflichtet unpassende Inhalte zeitnah zu entfernen, was bedeutet, dass die Anbieter zur Zensur gezwungen werden, um rechtliche Probleme zu vermeiden. Und der Begriff “zeitnah” ist Auslegungssache, eine weitere Rechtsunsicherheit.

Die Access-Provider hingegen werden gezwungen ausländische Inhalte zu sperren, die nicht den deutschen Jugendschutzbestimmungen entsprechen. Hier taucht natürlich die Frage auf, welcher ausländische Inhalte-Anbieter überhaupt Interesse daran hat sich an die deutschen Regelungen zu halten. Ich vermute: Niemand. Die Folge wäre eine massive Zensur ausländischer Seiten. Nehmen wir als prominentes Beispiel doch Twitter: Hier gibt es sicherlich jede Menge Tweets, die nicht unbedingt für Kinder und Jugendliche geeignet sind. Da Twitter als US Unternehmen sich nicht an die deutschen Bestimmungen halten wird, müssten die ISP Twitter komplett sperren.

Auch die Hosting-Anbieter träfe es hart, denn diese sollen notfalls für die Inhalte ihrer Kunden gerade stehen. Wer ein großes Rechenzentrum mal von innen gesehen hat und weiß, wieviele Server Inhalte im Netz bereitstellen wird erkennen, dass dies für die Hosting-Provider nicht leistbar und ein großes Rechtsrisiko ist.

Einstufungen von Webseiten nach Kriterien, wie wir sie von Videospielen und Filmen kennen erscheinen ebenso wenig sinnvoll, wenn keine tatsächliche Altersverifikation verfügbar ist. Die Einführung von Sendezeiten kann ich hingegen nur als schlechten Scherz bezeichnen. Wer Sendezeiten für das Internet fordert, hat das Internet schlichtweg nicht verstanden.

Ich bin der Meinung, dass nicht nur das Internet von den “klugen Köpfen”, sondern auch das wichtigste beim Thema Jugendschutz nicht verstanden wird: Jugendschutz beginnt immer bei den Eltern und bei deren Medienkompetenz. Anstatt wie leider in letzter Zeit oft üblich ein Gesetz als Flickschusterei zu verwenden, sollte an der Basis gearbeitet werden. Kinder und Eltern benötigen die nötige Kompetenz, um mit fragwürdigen Inhalten des Netzes umzugehen, es ist eine Aufgabe der Bildungspolitik hierfür die richtigen Lösungen anzubieten.

Schulen sollten schon früh mit der Vorbereitung der jungen Menschen auf das vielfältige Medium Internet beginnen, was leider im Moment vernachlässigt wird, weil der überalterte Lehrkörper selbst wenig Kompetenzen im Netz besitzt. Sicherlich ist unsere Gesellschaft augenblicklich im Wandel und die Generation, die mit dem Internet vertraut ist rückt nach, aber es wird wenigstens noch ein Jahrzehnt dauern, bis die neue Generation in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist.

Eltern können auf einfach Weise ihre Kinder vor bedenklichen Inhalten im Internet schützen, sei es durch DNS oder Content Filterung, oder schlichtweg durch eine offene und gute Medienerziehung, sie müssen nur wissen wie. Informationsangebote und Schulungen wären ein besserer Weg als ein weiteres sinnloses Gesetz, das sich nicht an der Realität orientiert und unsere Entwicklung hin zur Informationsgesellschaft berücksichtigt und begreift.

Dies führt auch unweigerlich zu der Frage, ob der Jugendmedienschutz in Deutschland überhaupt sinnvoll geregelt ist. Immerhin ist es auch heute möglich, dass ein 14-Jähriger einen Film mit einer “ab 18″ Freigabe sieht, wenn die Eltern den Fernsehkonsum nicht kontrollieren. Der Jugendmedienschutz ist in Deutschland bis auf den Computerspiele-, Zeitungsverkauf und die Videotheken weitgehend ein virtueller Schutz, denn letztendlich obliegt es nicht einer Behörde oder anderen Staatlichen Einrichtung den Medienkonsum von Kindern und Jugendlichen zu beschränken, sondern den Eltern. Leider bietet der virtuelle Schutz aber auch den gefährlichen Anreiz sich als Elternteil geschützt zu fühlen, obwohl dies tatsächlich nicht der Fall ist.

Anstatt nun über den Jugendmedienschutz-Staatsvertrag und seine Neufassung zu diskutieren, sollten wir vielleicht besser darüber diskutieren, wer das Zepter beim Jugendschutz letztendlich in der Hand hat, und wie wir hier Verbesserungen erreichen können.

Klar ist im Moment jedenfalls nur eine Sache: Die Neufassung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrags ist für alle Beteiligten ein grandioses Werk von Bullshit und muss unbedingt verhindert werden, wenn wir weiterhin ein freies Netz wollen.

Neues Gadget: Flip Ultra HD (Mini Videorekorder) [Update 2]

Do 11 Feb. 10 # Permalink

Schon lange habe ich nach einer Möglichkeit gesucht im Rahmen meines Motorrad Blogs auch bewegte Bilder ins Netz stellen zu können. Erste Versuche mit einer Helmkamera von Oregon (ATC 5000) waren schon recht vielversprechend, doch qualitativ unbefriedigend. Gott sei dank habe ich das Ding dann auf der Fahrt nach Italien auf der Autobahn verloren.

Nun habe ich einen Flip Ultra HD Rekorder und bin von dem Gerät begeistert. Die Aufnahmequalität ist wirklich gut und die Bedienung so schlicht und einfach, dass auch ein Video-Neuling wie ich den Flip intuitiv bedienen kann. Das ein Gerät, nicht größer als ein gewöhnliches Mobiltelefon so gute Bilder in HD (1280×768) produziert hätte ich nicht erwartet, erstaunlich, was sich da in den letzten Jahren am Markt entwickelt hat. Der Flip Ultra HD hat zudem den Vorteil, dass die Batterien wechselbar sind, sehr praktisch gerade beim Touren mit dem Motorrad. Der 8 GB interne Speicher fasst dabei 2 Stunden Videomaterial. Mit einem Netbook im Rucksack, auf das die Clips kopiert werden können, lässt sich so auch eine sehr umfangreiche Tour dokumentieren.

Mein erstes kleines Video habe ich am nächsten Morgen nach Erhalt des Flip Ultra gedreht. Ein paar Szenen, wie ich meinen Motorradkram für den täglichen Weg zur Arbeit zusammensuche, die Kawasaki starte, aus der Garage und dann los fahre. Geholfen hat mir dabei ein Gorillapod, also ein Mini-Stativ. Auf dem Lenker montiert war es leider etwas wackelig, aber das war auch nur improvisiert. Eine ordentliche Halterung für Fahraufnahmen werde ich mir noch basteln.

Am Abend habe ich die Clips mit der FlipShare Software zu einem Video verarbeitet, was recht einfach ist. Danach habe ich das Video auf YouTube hochgeladen und dabei das erste, was mich am Flip echt stört gefunden: Die Videos werden nicht in HD auf YouTube gestellt. Das ist ein wenig absurd: Warum brauche ich einen HD Rekorder, wenn die Videos dann nicht in HD eingestellt werden? Also da ist ganz klar Nachbesserungsbedarf bei der FlipShare Software.

Über einen kleinen Umweg gelingt es mit dem HD Upload dann doch: Einfach ein Video-Schnitt-Programm (ich nutze MAGIX Video deluxe, das gefällt mir gut und kann Full HD) benutzen, die MP4 Dateien der Clips direkt einlesen und das Video nach den eigenen Wünschen schneiden. Dann kann das fertige Video in HD exortiert und hochgeladen werden. Funktioniert prima.

Und hier das Ergebnis:

[Update]
Auf Nachfrage bei Cisco/TheFlip.com hat man mir mitgeteilt, dass es im Mai eine neue Version von FlipShare geben wird, die auch den Upload von HD Material unterstützt. Das ist doch eine gute Nachricht.

[Update 2]
Cisco/TheFlip.com hat sich nochmal bei mir gemeldet, die US Version von FlipShare kann wohl HD Uploads (720p), hier der Download-Link: http://www.theflip.com/en-us/App/fvsw/5.x/update/
Ich habe es problemlos installieren können, getestet habe ich es allerdings noch nicht.

Piratige Arbyte

Di 09 Feb. 10 # Permalink

Am kommenden Samstag wählen die Piraten im Märkischen Kreis die Direktkandidaten für die Landtagswahl. Da gab es im Vorfeld für mich noch eine Kleinigkeit zu erledigen, es musste eine Pressemitteilung an die Lokalredaktionen im MK verschickt werden. Dies habe ich gestern erledigt und bereits zwei positive Rückmeldungen erhalten.

Heute Abend treffe ich mich mit der Lokalredaktion der Westfalenpost in Menden zum Gespräch, um ein wenig über die Piratenpartei zu berichten. Natürlich bin ich wie immer überhaupt nicht vorbereitet, aber ich bin ja Musiker mit Bühnenerfahrung, kann also behaupten ein wenig Improvisationstalent zu besitzen.

Ich hoffe, dass am Samstag die Piraten des Märkischen Kreises zahlreich erscheinen und wir eine schöne Direktkandidatenwahl haben. Außerdem freue ich mich darauf neue Gesichter kennenzulernen, denn nicht alle Piraten haben die Möglichkeit oder sind gewillt unseren Stammtisch zu besuchen.

Antwort von co.de betreffend Auskunftsgesuch nach § 34 BDSG

Fr 05 Feb. 10 # Permalink

Ich habe ja in diesem Beitrag darüber berichtet, dass ich Post bekommen habe, die mich dazu verleiten wollte unbedingt eine Subdomain von co.de zu registrieren. Weil mich dieser Brief ziemlich verärgert hatte, habe ich an die Firma ein Auskunftsgesucht nach § 34 BDSG gesendet und nun tatsächlich Antwort bekommen. Es hat zwar fast 2 Monate gedauert, aber immerhin wurde wirklich geantwortet.

Laut Auskunft der “Websuche Search Technology GmbH & Co. KG” wurden meine Adressdaten aus meinem Impressum ermittelt. Ob dies nun den Tatsachen entspricht, kann ich nicht sagen, ich vermute eher, dass die Firma sich widerrechtlich die Daten von der Denic geholt hat. Jedenfalls würde ich so vorgehen, alles andere wäre doch sehr aufwändig. ;-)

Sehr geehrter Herr Schieferdecker,

wir bitten um Entschuldigung für die verspätete Rückmeldung und möchten nun Stellung zu Ihrer Email vom 14.12.2009 beziehen.
Folgende Daten sind bei uns gespeichert:

Domain: das-motorrad-blog.de
Anschrift: Marc Schieferdecker, Bieberberg 98d, 58710 Menden

Die oben genannten Daten haben wir durch eine Recherche in unserem Hause Ihrem Impressum entnommen.

Seit dem 01.12.2009 ist es möglich über co.de Domains zu registrieren. Wir unterbreiteten daher bestimmten Domaininhabern das Angebot, ihre Domain mit der Endung co.de bei uns zu bestellen oder kostenlos sperren zu lassen. Es tut uns Leid, sollten Sie sich hierdurch verärgert oder angegriffen fühlen.

Selbstverständlich wurden und werden auch künftig Ihre Daten nicht an Dritte weitergegeben. Ihre Daten wurden wunschgemäß gesperrt.

Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Immerhin hat sich die Firma wenigstens ein bischen entschuldigt, meine Daten werden nicht weitergegeben und nicht weiter verwendet. Ich belasse es dann einfach mal dabei.

Das der Schuss nach hinten losgeht, hätte die Geschäftsleitung eigentlich auch vorher wissen können.