Es geht um Jörg Tauss, ehemaliges Mitglieder der Piratenpartei, ausgetreten, weil er wegen des Besitzes von kinderpornographischen Materials verurteilt wurde. Das Gericht stellte seinerzeit kein sexuelles Interesse fest, Tauss sagte aus, dass er dieses Material zur Recherche benutzt habe, um zu beweisen, dass Kinderpornographie nicht über das Internet verbreitet wird, sondern vermehrt über Mobiltelefone. Das Urteil fiel relativ mild aus, nun mag sich jeder selbst dazu seine Gedanken machen. Die Strafe ist inzwischen “abgesessen” (auf Bewährung) und auch die Bewährungsfrist (2 Jahre) läuft bald aus. Daher stellte Jörg Tauss einen neuen Antrag zur Aufnahme in die Piratenpartei. Dieser Antrag wurde abgelehnt. Als Begründung wird aufgeführt, dass ein Wiedereintritt der Geschlossenheit der Partei schaden würde und Tauss seinerzeit zugesichert hatt bei einer Verurteilung aus der Partei auszutreten. Ein paar Wochen vorher hat Herr Tauss in Berlin auch noch Hausverbot zur Bundesgeschäftsstelle erhalten. Alles sehr seltsam. Weiterlesen…
Oktober, 2011
Liebe Bundespresse der Piraten, wir müssen reden (Update)
Liebe Bundespressemenschen,
als ich heute das hier gelesen habe, ist mir ehrlich gesagt die Kinnlade runtergefallen. Da fragt selbst Netzpolitik mal nach, was das denn konkret zu bedeuten hat. Überhaupt stoßen mir die Bundespressemitteilungen in letzter Zeit ziemlich übel auf, weil sie immer nach dem gleichen Schema ablaufen. Ein wenig Text, dann ein Zitat von einem führenden Pirat, dann wieder Text, wieder ein Zitat und so weiter. Mir ist schon klar, dass Pressemitteilungen nach diesem Schema geschrieben werden, ich selbst habe ja auch des öfteren mit der Presse zu tun, da ich hier im Märkischen Kreis der Ansprechpartner für die Presse bin.
Aber es kann doch nicht sein, dass bei einem so wichtigen Thema, wie dem Staatstrojaner nur Standard Pressemitteilungen veröffentlicht werden, die an Langweiligkeit und Flachheit kaum zu überbieten sind und sich auf dem Niveau der Schülerzeitung einer durchschnittlichen Hauptschule bewegen – mal etwas überspitzt ausgedrückt. Überhaupt ist der gesamte Presseprozess in der Partei sehr undemokratisch, wenig transparent und es gibt auch keine Mitwirkungsmöglichkeiten. Zumindest habe ich sie noch nicht finden können.
Gestern haben sich ein paar Piraten und ich daran begeben eine alternative Pressemitteilung zu entwickeln. Dafür haben wir das Piratenpad genutzt und ich muss sagen: Das hat sehr gut geklappt. Jeder konnte sich einbringen, recherchieren, Quellen durchforsten und so ist ein in meinen Augen wirklich stimmiger und guter Text entstanden, der dem Ausmaß des Verfassungsbruchs durch den Einsatz der Trojaner auch gerecht wird. Klar, da fehlen natürlich die schönen Zitate irgendwelcher Spitzenpiraten, aber die könnten wir ja gerne noch herbeifaken. ;-)
Warum macht die Bundespresse das nicht auch so transparent? Ich konnte auf der Webseite und im Wiki nicht mal einen konkreten Ansprechpartner für Pressemitteilungen finden. In NRW übrigens auch nicht. Es gibt leider nur allgemeine Adressen, die E-Mails landen dann in irgendeinem Ticket-System. Das ist undurchsichtig, intransparent und ehrlich gesagt ziemlich unpiratig. Ich habe gestern Abend an die NRW Presse und die Bundespresse eine E-Mail geschrieben. Bis jetzt noch keine Reaktion. Mir ist klar, dass wir alle keine Berufspolitiker sind, ich habe das Problem ja auch, aber eine E-Mail zu beantworten, müsste doch wohl kurz drin sein.
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mich im Moment von den Pressemitteilungen und dem gesamten Presseverfahren als Pirat nicht wirklich gut vertreten sehe. Es wäre schön, wenn die Pressearbeit transparenter wäre und auch Instrumente wie das Piratenpad dafür genutzt würden. Liebe Bundespresse, öffnet euch für eure Mitglieder, gemeinsam geht doch vieles leichter und das ist doch die eigentliche Stärke von uns Piraten. Das wünsche ich mir übrigens genauso den Landesverband NRW, in dem ich Mitglied bin.
Update:
Über Twitter habe ich nun erfahren, dass es im Wiki eine Seite gibt, die beschreibt, wie bei der AG Presse mitgearbeitet werden kann. Das ist ja schonmal ein Anfang, aber das könnte noch verbessert werden. Sich erst in der AG vorzustellen, oder Pressemitteilungen an eine Mailingliste zu schicken ist suboptimal, gerade wenn es schnell gehen muss. Schön fand ich, wie es sich gestern über Twitter organisiert hat. Das war sehr offen gestaltet und sehr transparent. Vielleicht ließe sich das in Zukunft von der AG Presse auch so handhaben?
#tweirat – Hochzeit 2.0
Noch 13 Tage, dann werde ich zum zweiten Mal heiraten. Wenn es so weiter läuft, wie bisher, dann wird es wohl auch das letzte Mal sein. Aber das nur nebenbei.
Bedingt dadurch, dass auch viele Menschen aus der Online-Welt den Feierlichkeiten beiwohnen werden, wird das sicherlich ein spaßiger Event. Ich überlege schon eine Twitter-Wall an’s Haus zu werfen. ;-)
So jetzt aber zum eigentlichen Thema: Bedingt durch die unterschiedliche Mediennutzung unserer Gäste, ist es gar nicht so einfach eine Gästeliste zu erstellen. Einige haben Facebook, einige haben nur Twitter und andere wiederum sind gar nicht in sozialen Netzwerken vertreten.
In Facebook haben wir eine Veranstaltung gemacht, das hat auch ziemlich gut geklappt, weil @Flocke73 und ich beide Admins sind und wir so unsere unterschiedlichen Freundeskreise einladen konnten.
Auf Twitter herrscht ja irgendwie immer das Chaos, weswegen es ja auch so geil ist, aber deswegen hier die Bitte: Wenn ihr nicht auf Facebook seid und Gast auf unserer Hochzeit sein wollt, dann hinterlasst bitte einen Kommentar. Schön wäre es, wenn ihr noch dazu schreibt, mit wievielen Personen ihr kommt.
Für die, die von weiter weg kommen, müssen wir auch noch Schlafplätze organisieren. Siehe #mocamp11.
