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Anonymous entwickelt “RefRef” als Nachfolger von “LOIC” – viele Fragen bleiben offen

Fr 26 Aug. 11 # Permalink
Anonymous

Anonymous

Derzeit ist die Hacker Gruppierung Anonymous des öfteren in Medien, sei es mit dem bereits jetzt legendärem Hack der Gema durch die AnonyPwnies, oder mit der “Operation Bart” in den USA. Zudem läuft hier in Deutschland derzeit die “Operation Summerstorm”, sowie “Operation Blitzkrieg”, die sich den Rechtsradikalen entgegenstellt und deren Webseiten hackt und mit DDoS Angriffen blockiert – so zum Beispiel die Webseite der NPD. Bei den DDoS Angriffen wird das Tool LOIC (“Large Orbit Ion Canon”) eingesetzt, was allerdings so einige Probleme mit sich bringt: Die Server werden von vielen Teilnehmern der Aktionen mit sinnlosen HTTP Requests geflutet, die IP Adressen der Teilnehmer landen dabei natürlich im Log des Webservers, wodurch es in den .NL und in .GB bereits zu Festnahmen gekommen ist, die IP Adressen führten die Ermittler zu den Angreifern. Die IP ließe sich natürlich auch fälschen, doch die Mehrheit der Teilnehmer an den DDoS Aktionen wird wohl ein Windows XP/Vista/7 verwenden, wo IP Spoofing nicht mehr möglich ist. Um diese Problematik zu umgehen, entwickeln einige Anonymous Hackavisten derzeit an einem neuen Tool mit dem Namen “RefRef”, das nach einem anderen Prinzip arbeitet. Ich habe mir das Thema angesehen und will nun ein wenig etwas darüber schreiben. Weiterlesen…

Geld verdienen mit Bloggen, ein Erfahrungsbericht

Do 30 Jun. 11 # Permalink

Um die Serverkosten zu refinanzieren, habe ich mit meinem Hauptblog (Das Motorrad Blog) nun einige Möglichkeiten ausprobiert, wie ich das Blog “monetarisieren” kann. Da gibt es ja diverse Möglichkeiten: Partnerprogramme, AdSense, Flattr, Link-Selling, YouTube Werbung, Amazon Partnernet, oder auch die simple Paypal Spende und womöglich auch eine Mitgliedschaft bei der VG Wort. Und es gibt hunderte von SEO Blogs, die einem erzählen wollen, wie du mit deinem Blog im Internet ganz schnell Unmengen an Geld verdienst und reich wirst. Ich halte von den dort beschriebenen Methoden nichts, denn die Informationen sind viel zu oberflächlich. Deswegen nun dieser Beitrag hier, weil ich einfach einiges ausprobiert habe und recht gut einschätzen kann, was – bei mir! – funktioniert, oder eben auch nicht funktioniert.

Aber erstmal zu meinem “Versuchsobjekt”, dem Motorrad Blog. Die Eckdaten: ca. 1000 Facebook Fans, im Schnitt 500 Seitenaufrufe täglich, Pagerank 2 (war mal 4… dazu später mehr), 40.000 bis 50.000 Visits pro Monat, existiert seit über 5 Jahren, zählt 246 Beiträge und 1.600 Kommentare (Stand: heute). Für ein Themenblog also recht gut frequentiert. Weiterlesen…

Game Review: Bulletstorm

Mi 08 Jun. 11 # Permalink

Ich spiele zur Zeit mal wieder einen klassischen Ego-Shooter mit dem wohlklingenden Namen “Bulletstorm”. Nachdem ich ausreichend Zeit mit dem Spiel verbracht habe (3 mal durchgespielt ^^), nun meine bescheidene Meinung zu diesem Shooter. Vorweg muss ich allerdings noch sagen, dass ich mir nicht die Deutsche, sondern die Englische UNCUT Version des Spiels geholt habe. Meine Aussagen beziehen sich also definitiv auf die UNCUT Version. Schließlich bin ich erwachsen, da muss ich mir nicht die derbst beschnitte USK 18 Version kaufen, wo teilweise so viel geschnitten ist, dass die Dialoge der Hauptcharaktere keinen Sinn mehr ergeben. Albern, echt albern.

Allerdings möchte ich auch ganz zu Anfang klarstellen: Das Spiel “Bulletstorm” ist in der UNCUT Version nichts für zarte Gemüter und sollte definitiv nicht von zu jungen Spielerinnen und Spielern gespielt werden, es hat eine PEGI 18+ Wertung und das hat auch seine absolute Berechtigung. Was die dargestellte Brutalität angeht ist diese nämlich – zumindest für mein persönliches Empfinden – schon recht heftig. Wäre es heftiger würde ich das Spiel trotz des wirklich innovativen Gameplays als geschmacklos bezeichnen. Aber nun zur Sache.

Die Hintergrundstory ist recht einfach, aber solide: Ein böser Oberbefehlshaber verarscht unsere Hauptfiguren, die daraufhin meutern und fliehen. Irgendwann in der Zukunft bietet sich jedoch die Gelegenheit Rache zu üben, doch die vom starken Alkoholkonsum geprägt Entscheidung mit einem Raumschiff einfach ein anderes Raumschiff zu rammen stellt sich als blöde Idee hinaus, denn die Bruchlandung zwingt die Crew und auch die Gegner auf einem von Mutanten besiedelten Planeten eine Notlandung hinlegen zu müssen. Dabei wird Ishi, der Kumpel der Hauptfigur Grayson Hunt (“Gray”) schwer verletzt.

Also ist es eine der ersten Aufgaben eine Batterie aus einer Notlandekapsel zu besorgen, um Ishi mit einem Bioschweißgerät zu retten und zufälligerweise findet Gray dabei eine Neuropeitsche des Final Echo Squads, die sich mit seinem Arm verbindet. Die Peitsche belohnt Gray im weiteren Verlauf des Spiels für kreatives Töten mit Punkten, die gegen Updates und neue Waffen eingetauscht werden können. Sehr coole Idee, denn am meisten Punkte sahnt der Spieler mit Combo-Kills oder Skillshots ab. Das animiert natürlich die Spielmechanik diesbezüglich auszureizen und so macht das Spiel auch noch Spaß, wenn man es bereits mehrmals durch hat.

Ich konnte beim erneuten spielen übrigens feststellen, dass das Spiel sogar mehr Spaß macht als beim ersten Mal. Keine Ahnung warum, aber ich denke ich musste mich erst ein wenig an die ungewöhnliche Spielmechanik gewöhnen. Immerhin geht es in Shootern in der Regel nicht darum den Gegner möglichst kreativ zu überwinden, Bulletstorm ist da eben einfach anders und es ist gut. Beim dritten Mal habe ich es dann in der zweithöchsten Schwierigkeitsstufe gespielt und da hat es sogar noch mehr Spaß gemacht. Jetzt bin ich dabei noch die höchste Schwierigkeitsstufe zu zocken. Und ja, ein paar Skillshots fehlen mir noch, aber nicht mehr viele.

Sehr geil am Spiel sind aber auch die Dialoge, die echt herb bis derb und von seltsamem Humor geprägt sind. Ich mag das, das passt einfach super zur Story, zu den Charakteren und auch die deutsche Synchro ist gut gelungen. Die Grafik ist natürlich top und das Spiel weitgehend bugfrei. Nur einmal hatte ich einen Bug, wo mir meine Computermates einfach nicht mehr hinterherliefen, dadurch die Zwischensequenz nicht gestartet wurde und es so nicht weiterging. Ich musste das Kapitel neu starten, dann ging es. Schien wie ein Bug im Pathfinding System. Naja, passiert.

Ich will gar nicht mehr zur Story schreiben, aber mir hat die Handlung gefallen, also lasst euch einfach von dem Spiel überraschen, es gibt einige echt coole Momente im Spiel. Das Ende ist übrigens ein wenig offen gehalten, wir dürfen also eine Fortsetzung erwarten, womit wir schon beim Fazit sind.

Ich sag’s mal so: Würde es eine Fortsetzung geben, dann würde ich Bulletstorm II auf jeden Fall kaufen, denn Bulletstorm ist ein wirklich cooler und vorallem innovativer Ego-Shooter. Daumen hoch!

Nerdcore.de von Euroweb gepfändet [Update]

Di 18 Jan. 11 # Permalink

Am 4. Januar twitterte die @Eurowebgroup: “Wir suchen juristische Sachbearbeiter für unseren Standort in Düsseldorf”. Das entbehrt nicht einem gewissen Zynismus, denn Euroweb ist in der Vergangenheit laut diversen Medienberichten durch Abmahnungen und dubiose Geschäftspraktiken angeblich negativ aufgefallen. Und nun hat es doch tatsächlich einen meiner Lieblingsblogs erwischt: Die Domain vom Nerdcore Blog wurde gepfändet. Informationen dazu auch bei Netzpolitik.

René, der Betreiber von Nerdcore hatte vor längerer Zeit von Euroweb eine Abmahnung erhalten, da er Euroweb laut eigener Aussage als “Arschgeigen” bezeichnet hat. Er habe sich dann nicht weiter um die Abmahnung gekümmert, was nun in der Pfändung seiner Domain gegipfelte, offenbar um die Kosten der Abmahnung einzutreiben. Das sind allerdings noch keine gesicherten Erkenntnisse. Euroweb will sich laut einem Facebook Eintrags im firmeneigenen Blog dazu äußern. Wir dürfen also gespannt sein.

Übrigens werden kritische Kommentare unter dem Facebook Eintrag gelöscht, also wundert euch nicht, wenn euer Kommentar nur kurz veröffentlicht wird. Das Löschen von Kommentaren ist PR technisch natürlich auch nicht besonders klug, ich sage nur: Streisand Effekt.

Es ist schon erstaunlich, dass ein Unternehmen das als Internet-Agentur und Hosting-Provider auftritt die Folgen ihres Handels so wenig abschätzen kann. In meinen Augen zeugt das davon, dass das eigene Geschäftsfeld unter Umständen nicht richtig verstanden wird. Inzwischen ist doch jedem Internet-Laien klar, welchen Sturm das Pfänden der Domain eines der bekanntesten und beliebtesten deutschen Blogs auslösen dürfte: Den Shitstorm.

Und derzeit regnet es reichlich Scheiße, siehe Twitter.

Update: Auch die FAZ berichtet inzwischen online über den Vorfall.

Update: Die TAZ ist nun in das Thema eingestiegen und auf nerdcore.de findet sich eine Erklärung, dass die Domain versteigert werden soll. Die Facebook Kommetare wurden übrigens nicht gelöscht, sondern nur fehlerhaft verschoben.

Update: Netzpolitik hat eine Stellungnahme von Euroweb gepostet. René hat wohl auf eine Abmahnung nicht reagiert, die zu einem Gerichtsurteil führte, auf das er ebenfalls nicht reagiert hat. Danach folgte die Pfändung. So läuft der Hase im rechtsfreien Raum. m(

Update: Auf Spreerecht gibt’s eine sehr gute juristische Erklärung und Einschätzung. Danke dafür!

Update: Udo Vetter’s Einschätzung der Lage.

Update: Bei Golem findet sich nun auch ein Artikel, fehlt eigentlich nur noch Heise. :-)

Update: Die Süddeutsche Zeitung berichtet.

Update: Und endlich auch bei Fefe. :-)

Update: Interview mit Euroweb Chef bei Intro. Auch SpOn berichtet und Chip Online hat ebenfalls einen Artikel. Und endlich hat es Heise auch auf dem Schirm.

Pornöse JavaScript GUIs, die doch barrierefrei sind

Fr 14 Jan. 11 # Permalink

Mit Prototype, Scriptaculous, jQuery und Konsorten lassen sich wunderbare Interfaces zaubern, herrlich interaktiv mit tollen Effekten und vorallem wesentlich schneller durch den Einsatz von AJAX. Doch wo bleibt dabei die Barrierefreiheit, die ich übrigens im Netz für sehr wichtig halte, nicht nur weil auch blinde Menschen surfen, sondern weil eine barrierefreie Seite automatisch von jedem Endgerät besser gelesen werden kann.

JavaScript ist alles andere als barrierefrei, denn die Braille Browser, die von blinden Menschen benutzt werden, beherrschen kein JavaScript. Aber: Wir können trotzdem GUIs mit AJAX und jede Menge Eyecandy programmieren und der shit läuft trotzdem auch ohne JavaScript. Im Grunde ist es sogar kein großer Aufwand und bekanntlich führen sogar mehrere Wege zum Ziel. Den Weg, den ich immer gehe, den möchte ich mal kurz vorstellen. Weiterlesen…