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Liebe Bundespresse der Piraten, wir müssen reden (Update)

Do 27 Okt. 11 # Permalink

Liebe Bundespressemenschen,

als ich heute das hier gelesen habe, ist mir ehrlich gesagt die Kinnlade runtergefallen. Da fragt selbst Netzpolitik mal nach, was das denn konkret zu bedeuten hat. Überhaupt stoßen mir die Bundespressemitteilungen in letzter Zeit ziemlich übel auf, weil sie immer nach dem gleichen Schema ablaufen. Ein wenig Text, dann ein Zitat von einem führenden Pirat, dann wieder Text, wieder ein Zitat und so weiter. Mir ist schon klar, dass Pressemitteilungen nach diesem Schema geschrieben werden, ich selbst habe ja auch des öfteren mit der Presse zu tun, da ich hier im Märkischen Kreis der Ansprechpartner für die Presse bin.

Aber es kann doch nicht sein, dass bei einem so wichtigen Thema, wie dem Staatstrojaner nur Standard Pressemitteilungen veröffentlicht werden, die an Langweiligkeit und Flachheit kaum zu überbieten sind und sich auf dem Niveau der Schülerzeitung einer durchschnittlichen Hauptschule bewegen – mal etwas überspitzt ausgedrückt. Überhaupt ist der gesamte Presseprozess in der Partei sehr undemokratisch, wenig transparent und es gibt auch keine Mitwirkungsmöglichkeiten. Zumindest habe ich sie noch nicht finden können.

Gestern haben sich ein paar Piraten und ich daran begeben eine alternative Pressemitteilung zu entwickeln. Dafür haben wir das Piratenpad genutzt und ich muss sagen: Das hat sehr gut geklappt. Jeder konnte sich einbringen, recherchieren, Quellen durchforsten und so ist ein in meinen Augen wirklich stimmiger und guter Text entstanden, der dem Ausmaß des Verfassungsbruchs durch den Einsatz der Trojaner auch gerecht wird. Klar, da fehlen natürlich die schönen Zitate irgendwelcher Spitzenpiraten, aber die könnten wir ja gerne noch herbeifaken. ;-)

Warum macht die Bundespresse das nicht auch so transparent? Ich konnte auf der Webseite und im Wiki nicht mal einen konkreten Ansprechpartner für Pressemitteilungen finden. In NRW übrigens auch nicht. Es gibt leider nur allgemeine Adressen, die E-Mails landen dann in irgendeinem Ticket-System. Das ist undurchsichtig, intransparent und ehrlich gesagt ziemlich unpiratig. Ich habe gestern Abend an die NRW Presse und die Bundespresse eine E-Mail geschrieben. Bis jetzt noch keine Reaktion. Mir ist klar, dass wir alle keine Berufspolitiker sind, ich habe das Problem ja auch, aber eine E-Mail zu beantworten, müsste doch wohl kurz drin sein.

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mich im Moment von den Pressemitteilungen und dem gesamten Presseverfahren als Pirat nicht wirklich gut vertreten sehe. Es wäre schön, wenn die Pressearbeit transparenter wäre und auch Instrumente wie das Piratenpad dafür genutzt würden. Liebe Bundespresse, öffnet euch für eure Mitglieder, gemeinsam geht doch vieles leichter und das ist doch die eigentliche Stärke von uns Piraten. Das wünsche ich mir übrigens genauso den Landesverband NRW, in dem ich Mitglied bin.

Update:

Über Twitter habe ich nun erfahren, dass es im Wiki eine Seite gibt, die beschreibt, wie bei der AG Presse mitgearbeitet werden kann. Das ist ja schonmal ein Anfang, aber das könnte noch verbessert werden. Sich erst in der AG vorzustellen, oder Pressemitteilungen an eine Mailingliste zu schicken ist suboptimal, gerade wenn es schnell gehen muss. Schön fand ich, wie es sich gestern über Twitter organisiert hat. Das war sehr offen gestaltet und sehr transparent. Vielleicht ließe sich das in Zukunft von der AG Presse auch so handhaben?

#tweirat – Hochzeit 2.0

So 02 Okt. 11 # Permalink

Noch 13 Tage, dann werde ich zum zweiten Mal heiraten. Wenn es so weiter läuft, wie bisher, dann wird es wohl auch das letzte Mal sein. Aber das nur nebenbei.

Bedingt dadurch, dass auch viele Menschen aus der Online-Welt den Feierlichkeiten beiwohnen werden, wird das sicherlich ein spaßiger Event. Ich überlege schon eine Twitter-Wall an’s Haus zu werfen. ;-)

So jetzt aber zum eigentlichen Thema: Bedingt durch die unterschiedliche Mediennutzung unserer Gäste, ist es gar nicht so einfach eine Gästeliste zu erstellen. Einige haben Facebook, einige haben nur Twitter und andere wiederum sind gar nicht in sozialen Netzwerken vertreten.

In Facebook haben wir eine Veranstaltung gemacht, das hat auch ziemlich gut geklappt, weil @Flocke73 und ich beide Admins sind und wir so unsere unterschiedlichen Freundeskreise einladen konnten.

Auf Twitter herrscht ja irgendwie immer das Chaos, weswegen es ja auch so geil ist, aber deswegen hier die Bitte: Wenn ihr nicht auf Facebook seid und Gast auf unserer Hochzeit sein wollt, dann hinterlasst bitte einen Kommentar. Schön wäre es, wenn ihr noch dazu schreibt, mit wievielen Personen ihr kommt.

Für die, die von weiter weg kommen, müssen wir auch noch Schlafplätze organisieren. Siehe #mocamp11.

Anonymous entwickelt “RefRef” als Nachfolger von “LOIC” – viele Fragen bleiben offen

Fr 26 Aug. 11 # Permalink
Anonymous

Anonymous

Derzeit ist die Hacker Gruppierung Anonymous des öfteren in Medien, sei es mit dem bereits jetzt legendärem Hack der Gema durch die AnonyPwnies, oder mit der “Operation Bart” in den USA. Zudem läuft hier in Deutschland derzeit die “Operation Summerstorm”, sowie “Operation Blitzkrieg”, die sich den Rechtsradikalen entgegenstellt und deren Webseiten hackt und mit DDoS Angriffen blockiert – so zum Beispiel die Webseite der NPD. Bei den DDoS Angriffen wird das Tool LOIC (“Large Orbit Ion Canon”) eingesetzt, was allerdings so einige Probleme mit sich bringt: Die Server werden von vielen Teilnehmern der Aktionen mit sinnlosen HTTP Requests geflutet, die IP Adressen der Teilnehmer landen dabei natürlich im Log des Webservers, wodurch es in den .NL und in .GB bereits zu Festnahmen gekommen ist, die IP Adressen führten die Ermittler zu den Angreifern. Die IP ließe sich natürlich auch fälschen, doch die Mehrheit der Teilnehmer an den DDoS Aktionen wird wohl ein Windows XP/Vista/7 verwenden, wo IP Spoofing nicht mehr möglich ist. Um diese Problematik zu umgehen, entwickeln einige Anonymous Hackavisten derzeit an einem neuen Tool mit dem Namen “RefRef”, das nach einem anderen Prinzip arbeitet. Ich habe mir das Thema angesehen und will nun ein wenig etwas darüber schreiben. Weiterlesen…

Geld verdienen mit Bloggen, ein Erfahrungsbericht

Do 30 Jun. 11 # Permalink

Um die Serverkosten zu refinanzieren, habe ich mit meinem Hauptblog (Das Motorrad Blog) nun einige Möglichkeiten ausprobiert, wie ich das Blog “monetarisieren” kann. Da gibt es ja diverse Möglichkeiten: Partnerprogramme, AdSense, Flattr, Link-Selling, YouTube Werbung, Amazon Partnernet, oder auch die simple Paypal Spende und womöglich auch eine Mitgliedschaft bei der VG Wort. Und es gibt hunderte von SEO Blogs, die einem erzählen wollen, wie du mit deinem Blog im Internet ganz schnell Unmengen an Geld verdienst und reich wirst. Ich halte von den dort beschriebenen Methoden nichts, denn die Informationen sind viel zu oberflächlich. Deswegen nun dieser Beitrag hier, weil ich einfach einiges ausprobiert habe und recht gut einschätzen kann, was – bei mir! – funktioniert, oder eben auch nicht funktioniert.

Aber erstmal zu meinem “Versuchsobjekt”, dem Motorrad Blog. Die Eckdaten: ca. 1000 Facebook Fans, im Schnitt 500 Seitenaufrufe täglich, Pagerank 2 (war mal 4… dazu später mehr), 40.000 bis 50.000 Visits pro Monat, existiert seit über 5 Jahren, zählt 246 Beiträge und 1.600 Kommentare (Stand: heute). Für ein Themenblog also recht gut frequentiert. Weiterlesen…

Game Review: Bulletstorm

Mi 08 Jun. 11 # Permalink

Ich spiele zur Zeit mal wieder einen klassischen Ego-Shooter mit dem wohlklingenden Namen “Bulletstorm”. Nachdem ich ausreichend Zeit mit dem Spiel verbracht habe (3 mal durchgespielt ^^), nun meine bescheidene Meinung zu diesem Shooter. Vorweg muss ich allerdings noch sagen, dass ich mir nicht die Deutsche, sondern die Englische UNCUT Version des Spiels geholt habe. Meine Aussagen beziehen sich also definitiv auf die UNCUT Version. Schließlich bin ich erwachsen, da muss ich mir nicht die derbst beschnitte USK 18 Version kaufen, wo teilweise so viel geschnitten ist, dass die Dialoge der Hauptcharaktere keinen Sinn mehr ergeben. Albern, echt albern.

Allerdings möchte ich auch ganz zu Anfang klarstellen: Das Spiel “Bulletstorm” ist in der UNCUT Version nichts für zarte Gemüter und sollte definitiv nicht von zu jungen Spielerinnen und Spielern gespielt werden, es hat eine PEGI 18+ Wertung und das hat auch seine absolute Berechtigung. Was die dargestellte Brutalität angeht ist diese nämlich – zumindest für mein persönliches Empfinden – schon recht heftig. Wäre es heftiger würde ich das Spiel trotz des wirklich innovativen Gameplays als geschmacklos bezeichnen. Aber nun zur Sache.

Die Hintergrundstory ist recht einfach, aber solide: Ein böser Oberbefehlshaber verarscht unsere Hauptfiguren, die daraufhin meutern und fliehen. Irgendwann in der Zukunft bietet sich jedoch die Gelegenheit Rache zu üben, doch die vom starken Alkoholkonsum geprägt Entscheidung mit einem Raumschiff einfach ein anderes Raumschiff zu rammen stellt sich als blöde Idee hinaus, denn die Bruchlandung zwingt die Crew und auch die Gegner auf einem von Mutanten besiedelten Planeten eine Notlandung hinlegen zu müssen. Dabei wird Ishi, der Kumpel der Hauptfigur Grayson Hunt (“Gray”) schwer verletzt.

Also ist es eine der ersten Aufgaben eine Batterie aus einer Notlandekapsel zu besorgen, um Ishi mit einem Bioschweißgerät zu retten und zufälligerweise findet Gray dabei eine Neuropeitsche des Final Echo Squads, die sich mit seinem Arm verbindet. Die Peitsche belohnt Gray im weiteren Verlauf des Spiels für kreatives Töten mit Punkten, die gegen Updates und neue Waffen eingetauscht werden können. Sehr coole Idee, denn am meisten Punkte sahnt der Spieler mit Combo-Kills oder Skillshots ab. Das animiert natürlich die Spielmechanik diesbezüglich auszureizen und so macht das Spiel auch noch Spaß, wenn man es bereits mehrmals durch hat.

Ich konnte beim erneuten spielen übrigens feststellen, dass das Spiel sogar mehr Spaß macht als beim ersten Mal. Keine Ahnung warum, aber ich denke ich musste mich erst ein wenig an die ungewöhnliche Spielmechanik gewöhnen. Immerhin geht es in Shootern in der Regel nicht darum den Gegner möglichst kreativ zu überwinden, Bulletstorm ist da eben einfach anders und es ist gut. Beim dritten Mal habe ich es dann in der zweithöchsten Schwierigkeitsstufe gespielt und da hat es sogar noch mehr Spaß gemacht. Jetzt bin ich dabei noch die höchste Schwierigkeitsstufe zu zocken. Und ja, ein paar Skillshots fehlen mir noch, aber nicht mehr viele.

Sehr geil am Spiel sind aber auch die Dialoge, die echt herb bis derb und von seltsamem Humor geprägt sind. Ich mag das, das passt einfach super zur Story, zu den Charakteren und auch die deutsche Synchro ist gut gelungen. Die Grafik ist natürlich top und das Spiel weitgehend bugfrei. Nur einmal hatte ich einen Bug, wo mir meine Computermates einfach nicht mehr hinterherliefen, dadurch die Zwischensequenz nicht gestartet wurde und es so nicht weiterging. Ich musste das Kapitel neu starten, dann ging es. Schien wie ein Bug im Pathfinding System. Naja, passiert.

Ich will gar nicht mehr zur Story schreiben, aber mir hat die Handlung gefallen, also lasst euch einfach von dem Spiel überraschen, es gibt einige echt coole Momente im Spiel. Das Ende ist übrigens ein wenig offen gehalten, wir dürfen also eine Fortsetzung erwarten, womit wir schon beim Fazit sind.

Ich sag’s mal so: Würde es eine Fortsetzung geben, dann würde ich Bulletstorm II auf jeden Fall kaufen, denn Bulletstorm ist ein wirklich cooler und vorallem innovativer Ego-Shooter. Daumen hoch!