Ich nutze schon seit langem keinen Apache Webserver mehr, sondern lighttpd, da dieser schlank und performant ist. Einziger Nachteil ist in meinen Augen die fehlende Kompatibilität zu “.htaccess” Dateien, die bei vielen Open-Source Web-Anwendungen oft bereits mitgeliefert werden, um z.B. die URL’s für Suchmaschinen zu optimieren. Bei WordPress wird diese Funktion über die sogenannte “Permalink Struktur” realisiert. Einfach erklärt: Mittels URL rewrite wird eine eigentlich nicht existente URL trotzdem an die Web-Anwendung übergeben, ohne einen 404 Status Header zu senden. WordPress kann den passenden Inhalt dann anhand der definierten Permalink Struktur laden und anzeigen. Diese Funktionalität wollte ich bei keinem meiner Blogs missen und kann glücklicherweise auch recht einfach für lighttpd umgesetzt werden.
Lighttpd bietet hierfür die Möglichkeit in einem virtuellen Host eine URL rewrite Regel zu definieren. Im VHost von thegeek.de sieht das z.B. so aus:
# Auszug aus dem thegeek.de VHost
$HTTP["host"] =~ "(^www\.thegeek\.de)|(^thegeek\.de)" {
url.rewrite = (
"^(/gallery/|/wp-.*|/xmlrpc\.php|/robots\.txt|/sitemap\.xml|.*\?album=[0-9]+&gallery=[0-9]+|.*\?p=[0-9]+|.*\?cat=[0-9]+|.*\?feed=|.*\?s=).*$" => "$0",
"^" => "index.php"
)
}
Die erste Regel greift bei den URL-Parametern des NextGen Gallery Plugins, den WordPress internen Verzeichnissen und Parametern, der Google-Sitemap, der robots.txt, sowie der XML-RPC und Feed Schnittstelle. Trifft die Regel zu, wird die URL auf keinen Fall umgeschrieben und so wie sie ist weitergegeben. Dies ist absolut notwendig, denn sonst würde z.B. “thegeek.de/wp-admin” auch umgeleitet und das Backend könnte nicht mehr aufgerufen werden.
Die zweite Regel leitet alle restlichen URL’s zur Index Datei von WordPress um, welche die URL dann interpretieren kann, um anhand der Permalink Struktur den richtigen Inhalt zu finden.
Im Grunde recht einfach und vorallem: Es funktioniert prima.


Super, endlich was gefunden, was funktioniert.
Habe das ganze noch ein wneig erweitert, so dass es auch bei mehreren WordPress-Installationen auf einem Server nicht unübersichtlich wird in der lighttpd.conf: http://www.chrische.de/2010/04/lighttpd-in-verbindung-mit-wordpress-und-rewrites/
Danke für diese hilfreiche Anleitung! Ich war schon länger am Überlegen, ob ein Umstieg zu lighttpd lohnt, aber bisher hatte ich das wegen des Permalink-Problems eher verworfen.